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Grundidee


Malen im geschützten Raum

Frei von Bewertung und Leistungsdruck.
Wir sprechen nicht über die Bilder die entstehen, loben und tadeln nicht.
Um die Wertfreiheit auch im eigenen Kopf wachsen zu lassen, bleiben die Bilder im Malraum oder dessen Archiv.


Das Spiel mit den Farben

Eintauchen in die Welt der Farben, ohne gedankliche Kontrolle, spielerisch Bilder entstehen lassen.


Sich einmal um nichts sorgen müssen.

Alles was zum Malen nötig ist, ist vorhanden. Um den Malfluss nicht unterbrechen zu müssen, werden Farben von mir gemischt, Reißnägel versetzt...
Meine Rolle ist die der Dienenden.


Malspiel

Nicht das Ergebnis ist wichtig,  nicht die Bilder stehen im Mittelpunkt, sondern das Malen ohne gedankliche Kontrolle, gleich einem Spiel.


Jeder Mensch kann malen

Das Malspiel muss nicht einigen wenigen „begabten“ vorbehalten bleiben.
Es sind keine Vorkentnisse wichtig.


Spaß an den Farben

Es werden die von Arno Stern empfohlenen Gouachefarben verwendet. Wir malen mit Fehhaarpinseln, auf Papier, stehend an der Wand.
So dass die Bilder weiter wachsen können je nach Bedürfnis.


Malen in der Gruppe

Das Malen in altersgemischten Gruppen verhindert ein Vergleichen.


Entwicklung braucht Zeit

Um in das Malspiel eintauchen zu können ist eine Anmeldung über einen längeren Zeitraum sinnvoll.


Konzept

Die Idee

Malen im Malraum ist für alle geeignet die gerne malen, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Im Malraum geht es erst einmal um eines: Besinnung der Malenden auf die eigene innere Bilderwelt. Was sie aufs Papier bringen erwächst aus eigenem Antrieb. Es werden keine Themen gestellt.

Die Entstehung ist das Entscheidende und nicht das Resultat. Die Bilder im Malraum sind Spuren eines Prozesses. Die Freude am Tun selbst steht im Vordergrund, nicht ein Ergebnis.

Leistungsdenken und Wettbewerb haben hier keinen Platz, es finden keinerlei Belehrung, Bewertung und Benotung oder andere Formen der Einmischung statt.

Der Malraum bietet den Rahmen, die eigene innere Bilderwelt auszudrücken. Es wird die Konzentration auf den eigenen Ausdruck gefördert.

Talent spielt dabei keine Rolle. Malen können alle, die dazu Lust haben.
Die Maltechnik ist so einfach, dass jedes Kind damit umgehen kann, sie bietet jedoch trotzdem umfangreiche Möglichkeiten.

Das gemeinsame Zentrum ist der Palettentisch mit Farbtöpfen und Pinseln. Das eigene Spielfeld ist das weiße Blatt an der bunten Wand.

Durch die zweckmäßige Einrichtung des Raumes, Einführung einiger Regeln, und die "Bedienung" der Malenden (Mischen der Farben, Aufhängen der Blätter mit Reißnägeln usw.) unterstütze ich die TeilnehmerInnen, so dass sie sich ausschließlich auf das Spiel mit Farben und Pinsel konzentrieren können.


Malen als Spiel

Der Malraum bietet den Rahmen, Malen als Spiel zu erleben.
Der Blick ist nicht auf das Endprodukt oder das Lob von Anderen gerichtet. Einzig der Spaß am spielerischen Umgang mit Farben findet seinen Ausdruck.
Absichtslos und ohne Beeinflussung entstehen bunte Spuren als Nebenprodukte eines lustvollen und freien Spieles.

Die Betreuung

Ich betreue die Malenden indem ich sie bediene. Ich hänge die Blätter an die Wand und setze neue Blätter an, wenn ein Bild vergrößert wird.
Ich versetze Reißnägel, hänge fertige Bilder weg, helfe bei technischen Schwierigkeiten. Ich achte auf die richtige Haltung des Pinsels. Wichtig ist wie ein Pinsel in der Hand gehalten, in die Farbe getaucht oder übers Blatt geführt wird. Ich bereite die gewünschten Farbmischungen zu und räume Hindernisse aus dem Weg ...

Betreuung heißt, sich in die Lage aller zu versetzen, die hier spielen, dafür zu sorgen, dass alle das notwendige Material haben, Ablenkung vermieden wird und sich alle an die Regeln halten.

Ich mische mich niemals in das Malspiel ein.
Alle malen in jedem Moment was sie selbst wollen und können.
Es muss nichts erklärt oder interpretiert werden.


Die Spielregeln

Spielregeln ermöglichen ein gemeinsames Spiel.
Gegenseitige Rücksichtnahmen und sorgsamer Umgang mit dem gemeinsamen Material sind die Grundlage.
Im Rahmen dessen wird eine größtmögliche Freiheit des Einzelnen gewährleistet.

Im Malraum darf über alles gesprochen werden, nur nicht über die Bilder.
Zu den Bildern werden keine Fragen gestellt, keine Erklärungen abgegeben, keine Vergleiche gezogen, keine Kritik und kein Lob verteilt.

Das Gemalte wird nicht an die Malenden ausgegeben oder ausgestellt .
Die Bilder können von den Malenden selbst im Malraum eingesehen werden.
Wenn die Malenden den Malraum verlassen bleiben die Bilder im Archiv des Malraumes.

Weshalb können die Malenden Ihre Bilder nicht mitnehmen?
Vor allem ist die innere Haltung während des Malens eine völlig andere, wenn ich zu jedem Moment weiß, dass die Bilder wirklich ausschließlich für mich selbst und nicht für andere sind. Sobald die Möglichkeit besteht, dass diese gezeigt, therapeutisch interpretiert, als Geschenk oder Dekoration genutzt werden, entstehen Kriterien von "schön" oder "bedeutend". Es werden andere Ziele verfolgt und eine innere Freiheit zum Spiel kann nicht entstehen.
Diese Haltung, dieses Ziel erlaubt keine Kompromisse.

Der Gewinn ist nicht ein materieller, der in einer mehr oder weniger großen Anhäufung von bemaltem Papier besteht.
Die Malenden lernen die Freude am Tun selbst in den Vordergrund zu stellen.


Positive Auswirkungen

Durch den regelmäßigen und längeren Besuch des Malraums wird die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit unterstützt.
Selbstbestimmtes und freies Arbeiten gibt Selbstvertrauen und hilft, eigene Kräfte zu entfalten, im Gegensatz zum Alltag, der von Leistungsdruck und Wettbewerbsdenken geprägt ist.

Im Malraum wird in Gruppen gemalt, um eine Selbstverständlichkeit von schöpferischem Ausdruck entstehen zu lassen. Das gemeinsame Benutzen der Farben erfordert Sorgfalt, so wird Konzentrationsfähigkeit gefördert.

Weitere Lernerfolge sind der spielerische Umgang mit Farben, sowie die Förderung der Wahrnehmung eigener Bedürfnisse.

Außerdem stellt der Malraum eine Auszeit im Alltag dar:
Zeit um sich auf nur eine Sache zu konzentrieren.



Bücher von Arno Stern in deutscher Sprache:



„Die Expression“ Der Mensch zwischen Kommunikation und Ausdruck;  Arno Stern, Februar 2010

"Das Malspiel und die natürliche Spur: Malort, Malspiel und die Fomulation; Arno Stern, 2008

„Die natürliche Spur“ Arno Stern, Verlag Böing- Messing, Bocholt, 1996

„Der Malort“ Arno Stern, Diamon Verlag, Einsiedeln, Schweiz, 1998

"Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll" Arno Stern, ZS Verlag Zabert Sandmann GmbH, 2012

"Die Spur" gewesenes Kindsein,Klotz, Magdeburg 2014

"Das Malspiel und die Kunst des Dienens " die Wiederbelebung des Spontanen,Drachenverlag,Kleinjasedow, 2015







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